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Wonach Ihre Kunden 2026 wirklich googeln – die Suchvolumen-Analyse

Laurin Korinthenberg·24. Juni 2026·4 Min. Lesezeit

89 Keywords, vier Jahre Daten: „heizungsgesetz" bringt 740.000 Suchen im Monat bei niedrigem Wettbewerb, das Förder-Interesse explodiert, generisches „wärmepumpe kaufen" bricht ein. Welche Suchintentionen 2026 Aufträge bringen – und welche Seite jede davon braucht.

Für diesen Beitrag haben wir 89 Wärmepumpen-Keywords über vier Jahre ausgewertet (Google Keyword Planner, Deutschland, Juni 2022 bis Mai 2026). Das Ergebnis ist unbequem – und für Ihr Marketing bares Geld wert.

Politik schlägt Marketing – nicht umgekehrt

Das generische „wärmepumpe" pendelt strukturell zwischen 135.000 und 300.000 Suchen im Monat. Die großen Ausschläge nach oben fallen aber nicht mit Werbekampagnen zusammen, sondern mit politischen Ereignissen: dem Frühjahr 2023 (GEG-Eskalation), dem Ampel-Bruch Ende 2024 und der GEG-Novelle-Debatte seit Herbst 2025.

550.000

Suchen „wärmepumpe"

Peak Frühjahr 2023 (GEG-Debatte)

368.000

Suchen „heizungsgesetz"

Peak Juni 2023

165.000

Suchen „heizungsgesetz"

erneut Februar 2026

Für Sie heißt das: Die Nachfrage-Wellen sind vorhersehbar an die politische Debatte gekoppelt. Wer den aktuellen Rechtsstand sachlich erklärt, surft auf genau diesen Wellen.

Wo das Volumen wirklich liegt

Nach Themen sortiert zeigt sich, wo die verwertbare Nachfrage sitzt – jenseits des diffusen Oberbegriffs:

Suchvolumen nach Themenkategorie (Ø pro Monat)
Wärmepumpe (generisch)246.000
Marken / Hersteller106.210
Wärmepumpen-Typen83.500
Politisch / Regulatorisch74.950
Kosten & Wirtschaftlichkeit60.610
Förderung33.870
Kaufprozess / Lokal18.370
Vergleich / Alternativen16.600
Einwände / Info11.700
Quelle: Eigene Suchvolumen-Erhebung, Google Keyword Planner (DE)

Das generische „wärmepumpe" ist riesig, aber diffus – dahinter steckt jede Absicht von der Schulaufgabe bis zum Kaufwunsch. Die für Aufträge verwertbaren Cluster sind Kosten, Förderung und das politische Umfeld.

Vom groben Interesse zur präzisen Förderfrage

Der wichtigste Trend: Nutzer suchen immer präziser. Während generische Kauf-Begriffe seitwärts bis rückläufig sind (z. B. „wärmepumpe kaufen" −45 % gegenüber Vorjahr), explodieren einzelne Förder-Bausteine.

„wärmepumpe förderung" – Jahresdurchschnitt der monatlichen Suchen
20229.443
202519.458
2026 (bisher)29.500
Quelle: Eigene Erhebung, Google Keyword Planner (DE)

Dazu passt der Rest des Förder-Clusters: „wärmepumpe zuschuss" +53 %, „einkommensbonus wärmepumpe" +83 %, „kfw 458" +50 % gegenüber Vorjahr. Das sind hochqualifizierte Leads kurz vor der Entscheidung – aber mit sehr spezifischem Informationsbedarf, den eine generische Leistungsseite nicht bedient.

Die unterschätzte Chance: viel Volumen, wenig Wettbewerb

Einige Begriffe haben hohes Suchvolumen, aber kaum Anzeigen-Wettbewerb – organisch also besonders lohnend:

Content-Chancen nach Volumen und Wettbewerb
KeywordSuchen / MonatWettbewerbTrend
heizungsgesetz74.000Niedrig±0 %
wärmepumpe nachteile4.400Mittel+26 %
kfw 4583.600Mittel+50 %
wärmepumpe im altbau1.600Hoch+48 %
Quelle: Eigene Erhebung, Google Keyword Planner (DE)

„heizungsgesetz" sticht heraus: hohes Volumen bei niedrigem Werbe-Wettbewerb, weil kaum jemand darauf Anzeigen schaltet. Ein aktueller, sachlicher Erklärartikel kann hier organisch stark performen.

Saisonalität: Januar bis Mai

Kaufnahe Suchen folgen einem klaren Jahresmuster: März und April sind die stärksten Monate, der Juni ist der Tiefpunkt, ein sekundäres Hoch liegt im Januar. Budget- und Content-Pushes gehören in die Kernzeit Januar bis Mai, nicht gleichmäßig übers Jahr.

Nutzer suchen 2026 nicht mehr „was ist eine Wärmepumpe", sondern „bekomme ich den Einkommensbonus". Wer diese Frage beantwortet, gewinnt den Auftrag.

Was das für Ihre Website heißt

Die praktische Konsequenz ist einfach: Jede Suchintention braucht ihre eigene, spezifische Seite – nicht eine generische Leistungsseite für alles.

  • Förderung: eine Seite, die Grundförderung, Boni und die Antrags-Reihenfolge konkret erklärt.
  • Altbau: eine Seite, die die Machbarkeit belegt, statt sie nur zu behaupten.
  • Kosten: eine Seite, die mit Wärmekosten rechnet statt mit dem Strompreis allein.
  • Regional: „Wärmepumpe [Ort]" plus kommunale Wärmeplanung und Fernwärme-Alternative.

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